Shure Logo.png
Fallstudien

SHURE AXIENT® DIGITAL PSM LIEFERT ZUVERLÄSSIGES HF FÜR BARRY CAN’T SWIM BEIM ALL POINTS EAST

October 23, 2025 |
CaseStudy_Barry-cant-swimm_UK.webp

Kundenanforderung

Als Barry Can’t Swim diesen Sommer beim All Points East Festival in London als Headliner auftrat, beauftragte man die Audio-Spezialisten von Patchwork London mit der Bereitstellung eines Drahtlossystems, das sowohl die komplette Band als auch das Orchester auf einer großen Festivalbühne unterstützt. Bei einer hohen Kanalanzahl, einem überlasteten Spektrum und dem Druck einer hochkarätigen Live-Umgebung brauchte Patchwork eine Lösung, die absolute Zuverlässigkeit, zentrale Überwachung und flexible Steuerung bietet.

Die Herausforderung: Zwei Ensembles gleichzeitig

Die HF-Anforderungen waren erheblich und führten zu einem Setup aus zwei unabhängigen Monitorsystemen, die gleichzeitig betrieben werden mussten – eine für die Hauptband und eine für das Orchester mit jeweils Dutzenden von Kanälen in einem prall gefüllten HF-Spektrum. Da All Points East eine Outdoor-Produktion im Herzen Londons am August-Bank Holiday Wochenende ist, war klar: Das Event erforderte sorgfältige Planung und effizientes Spektrummanagement. Antennenplatzierung, Redundanz, Spatial Diversity und Monitoring mussten optimiert werden, um eine unterbrechungsfreie Performance sicherzustellen.

Chris Parker, Senior Project Manager bei Patchwork, erklärt: „Das Kreativteam wollte, dass das Orchester während der Show sechs Mal auf- und abtritt – dafür brauchten wir eine komplett drahtlose Lösung. Wir haben bereits mehrere Künstler:innen mit dem Axient Digital PSM System ausgestattet und kennen die Leistungsfähigkeit gut. Neben erstklassiger Audioqualität brauchten wir ein System, das uns Zuverlässigkeit und Flexibilität garantiert. Im digitalen Mehrkanal-Breitbandübertragungsmodus kann Axient Digital PSM 40 Stereo-Mixe in einem 8-MHz-Band unterbringen und bis zu 32 Kanäle in einem Shure AD8C Antennen-Combiner zusammenfassen. Die ADTQ Quad-Funksender sparen wertvollen Rackplatz, und die enorme Schaltbandbreite von 166 MHz (470–636 MHz in G56) macht uns extrem anpassungsfähig – in UK und weltweit.“

Shure Axient Digital PSM als zentrale Lösung

Das System musste zukunftssicher sein, da Barry Can’t Swim direkt nach All Points East auf weitere Festivals ging. Die Lösung: ein modularer, flexibler Aufbau. Parker setzte auf das Shure Axient® Digital PSM, das wegweisende digitale In-Ear Monitoring-System, unterstützt von Wireless Workbench (WWB) und ShowLink® Software für die Steuerung. Die beiden Rigs bestanden aus:

Rig A (Band): 16 Stereo-Mixe und acht Mikrofone: Shure AD2 Handsender mit KSM9 Kapseln für Gastsänger:innen sowie AD2s mit BETA 58und AD651 Push-To-Talk für Stage-Manager:innen und die Crew-Kommunikation.

Rig B (Orchester): 22 Mono-Mixe, 20 Mikrofone und Shure AD1 Bodypacks.

Das Antennensystem für Spatial Diversity bestand aus einer erhöhten Helix-Antenne und einer passiven Shure PA805 Richtantenne nahe der Streicher- und Bläsersektion. Axient Digital PSM ermöglichte den gleichzeitigen Einsatz mehrerer Antennen, wobei im Spatial Diversity Modus die Phase der HF-Übertragung an einem Ausgang invertiert wird, um Nullpunkte zu minimieren und die Abdeckung zu verbessern.

Beide Monitor-Systeme nutzten Shure UA860-Rundstrahlantennen für Cue- und Playback-Mixe.

Software für volle Kontrolle

Wireless Workbench bot Echtzeit-Frequenzkoordination und Spektrumanalyse – entscheidend für die Nutzung des begrenzten lizenzierten Spektrums. Über ShowLink wurden Bodypacks synchronisiert, Batteriestati und Lautstärkelevel überwacht und Frequenzwechsel während der Show ermöglicht.
Monitor Engineer Jane Datony sagt: „Alles auf einen Blick zu haben, bedeutete, dass wir sofort reagieren konnten, wenn etwas Aufmerksamkeit brauchte. In einer so spektrumintensiven Umgebung wie All Points East war die Möglichkeit zur Fernsteuerung ein riesiger Vorteil.“

Leistung unter Druck

Das System wurde von einem engagierten Team bedient: FOH-Engineer Greg Smart, Monitor Engineer Jane Datony (Band) und Med Rann (Orchester), HF-Techniker Ryan Lowe und Tontechniker Jon Lewis. Gemeinsam sorgte das Team für eine einwandfreie HF-Performance der beiden drahtlosen Monitorsysteme. HF-Techniker Ryan Lowe erklärt: „Axient Digital PSM und die Shure Software gaben uns die volle Kontrolle in einer potenziell sehr schwierigen Umgebung. Die Möglichkeit, zwischen analoger und digitaler Übertragung zu wechseln, gibt uns neue Flexibilität für unterschiedliche Setups. Ganz zu schweigen von der brillanten Audioqualität und dem verbesserten ADXR Taschenempfänger Design."

Vom Festival zur Tour

Nach All Points East wurden Teile des Setups in die Tourproduktion von Barry Can`t Swim übernommen. Die Flexibilität des Shure Ecosystems erlaubte die Wiederverwendung von Bodypacks, den Austausch von Antennen und das schnelle Resyncen der Geräte – ohne das gesamte System neu aufzusetzen.

Jack Drury, Market Development, Artist and Entertainment Relations bei Shure UK, der die Proben und den Einsatz unterstützte, kommentierte: "Dieses Projekt hat deutlich gemacht, warum Axient Digital PSM bei komplexen HF-Anwendungen so zuverlässig ist. Die Fähigkeit, zwei unabhängige Drahtlossysteme gleichzeitig auf einem Festival zu managen und das Ganze dann nahtlos für die Tour anzupassen, beweist die Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit der Shure Lösungen. Patchworks Einsatz für Barry Can’t Swim ist ein großartiges Beispiel dafür, wie Ingenieur:innen das System voll ausschöpfen.“

 

Verwandte Produkte und Zubehör