Das Audio-Ecosystem, Teil 4: Software

Chris Lyons | 19.06.2020

Eine Besprechung ohne Bild ist immer noch eine Besprechung; eine Besprechung ohne Ton ist gestrichen. Tatsächlich geben 81% der IT-Entscheidungsträger an, dass der Ton den größten Einfluss auf die Qualität von Videokonferenzen hat. Guter Ton ist ein Thema, das leicht übersehen wird – schlechter Ton dagegen lässt sich nicht überhören. Er ist ermüdend, lenkt ab und behindert die Verständigung, was sich in der Summe produktivitäts- und umsatzmindernd auswirkt.

In dieser Serie von Blogbeiträgen erläutern wir, wie die verschiedenen Bestandteile eines Audio-Ecosystems die Klangqualität beeinflussen. In diesem vierten Blogbeitrag gehen wir auf die Rolle der Software ein.

Obwohl die grundlegenden Funktionen von Audiokomponenten wie Mikrofon, Mischpult und Prozessor recht einfach sind, wurden diese Geräte aufgrund der wachsenden Ansprüche an Leistung und Flexibilität in den letzten Jahren immer komplexer. Zudem spielen AV-Konferenzen eine immer größere Rolle. Mittlerweile ist eine AV-Ausstattung für die meisten Besprechungsräume in Unternehmen oder Bildungseinrichtungen unverzichtbar. Eine aktuelle Studie ergab, dass es allein in Nordamerika und Westeuropa 11 Millionen Besprechungsräume gibt, und dass 49% davon kleine Räume für sechs oder weniger Personen sind. Für Systemintegratoren und IT-Abteilungen ist es also wichtiger als je zuvor, Lösungen zu finden, die schnell konfiguriert, an verschiedene Anforderungsprofile angepasst und einfach verwaltet werden können. Die richtige Software kann entscheidend zum Erreichen dieser Ziele beitragen.

Da AV-Konferenzen in Unternehmen und Bildungseinrichtungen eine immer größere Rolle spielen, müssen Systemintegratoren und IT-Abteilungen Lösungen finden, die schnell konfiguriert, an verschiedene Anforderungsprofile angepasst und einfach verwaltet werden können.

Die richtige Software beschleunigt das Setup

Fast jedes AV-Gerät bietet heute eine Web-Schnittstelle zur Konfiguration der Betriebsparameter. Hierzu muss jedoch jedes Gerät individuell angeschlossen werden. Sind mehrere Mikrofone, Endstufen und Lausprecher mit Signalprozessoren im Raum vorhanden, kann das Setup des kompletten Systems sehr zeitaufwendig sein.

Einer der wichtigsten Vorteile netzwerkbasierter AV-Komponenten ist deshalb die zentrale Konfiguration. Software, die es ermöglicht, alle Geräte über nur eine Bildschirmoberfläche zu konfigurieren, spart wertvolle Zeit bei der Installation und Inbetriebnahme des Systems. Sollten sich die Einstellungen auf ein System in einem anderen, identischen Raum mittels einfachem Copy-und-Paste-Befehl übertragen lassen, sind die Zeitersparnisse sogar noch größer. Das Einrichten dutzender Räume dauert dann nicht viel länger als das Setup für einen oder zwei Räume. Und wenn eine Software mehrere Komponenten gleichzeitig konfigurieren kann, vervielfachen sich die Vorteile noch. (Mit der Shure Designer Software können Sie Microflex Advance Mikrofone, hardware- oder softwarebasierte Audio-Prozessoren mit IntelliMix, Netzwerk-Interfaces, netzwerkfähige Stummtasten und MXN5W-C Lautsprecher in einem zentralen Portal konfigurieren.)

Firmware-Aktualisierung

Die AV-Hardware wird ständig weiterentwickelt und verbessert, zudem sind laufend neue Firmware-Versionen mit Fehlerkorrekturen oder neuen Funktionen verfügbar. Um sicherzustellen, dass alle Komponenten in jedem Raum die optimale Leistung bringen, ist es wichtig, die Veröffentlichung neuer Firmware im Auge zu behalten und neuen Versionen umgehend auf allen Geräten zu installieren. Für alle Geräte wird eine Software angeboten, die den Systemadministrator automatisch informiert, wenn eine neue Firmware-Version erhältlich ist. Die Software vereinfacht zudem den Download- und Installationsvorgang.

Die Software informiert Sie, wenn etwas falsch läuft

Mit der zunehmenden Verbreitung von AV-Konferenz-Systemen steigt auch der Aufwand für die Überwachung und Instandhaltung der AV-Komponenten. Um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten, benötigt das IT-Personal Informationen. Funktionieren alle Geräte einwandfrei? Muss ein Gerät überprüft werden? Bedarf es einer Reparatur? Idealerweise kann die IT eingreifen, bevor der Anruf eines frustrierten Nutzers eingeht, weil eine Konferenz nicht starten kann.

Die Verwaltung großer Installationen kann zu einer Herausforderung werden, jedoch kann die AV-Management-Software dabei entscheidend unterstützen. Die Shure SystemOn Asset Management Software prüft den Gerätestatus und identifiziert mögliche Probleme bereits im Vorfeld. Hat sich ein Kabel gelöst, ist ein Gerät offline? Ist die Batterielaufzeit im Drahtlossender zu gering? Läuft bald eine Lizenz ab? Es ist wichtig, über diese Details vorab informiert zu sein und nicht erst in dem Moment, in dem die Konferenzteilnehmer ihren Platz einnehmen. Eine gute AV-Management-Software kann solche Details erkennen und eine Warnmeldung per Text oder Email senden, sodass Sie entscheiden können, wer den Fehler wann und wie behebt.

Die Tatsache, dass AV-Systeme immer umfangreicher werden, hat auch eine steigende Komplexität bei der Einrichtung und dem Betrieb zur Folge. Mit immer mehr Equipment, das von immer mehr Personen immer häufiger genutzt wird, profitieren Systemintegratoren und IT-Mitarbeiter enorm von einer Software, die die Konfiguration und Verwaltung aller Geräte erleichtert sowie einen rundum zuverlässigen Betrieb gewährleistet.

Hier finden Sie weitere Artikel zum Shure Audio-Ecosystem für Videokonferenzen:

Chris Lyons

Chris Lyons is a 30-year Shure veteran who has filled a variety of different marketing and public relations roles. His specialty is making complicated audio technology easy to understand, usually with an analogy that involves cars or food. He doesn't sing or play an instrument, but he does make Shure Associates laugh once in a while.