Altes Funksystem und neue Frequenzen

Altes Funksystem und neue Frequenzen

Jürgen Schwörer | February 25, 2016

Seit dem 01.01. 2016 ist nun die „alte VVnöml“ außer Kraft und  dementsprechend dürfen die „alten Frequenzen“ nicht mehr anmeldefrei  genutzt werden.

Was tun, wenn man noch ein altes Funksystem hat?

Anmeldefrei nutzbar: 823 – 832 MHz und 863 – 865 MHz

Hier sollte man genau abklären, welchen Frequenzbereich das eigene  Funksystem abdeckt. Denn eventuell kann es auch im aktuell anmeldefreien  Bereich (823 – 832 MHz und 863 – 865 MHz ) betrieben werden. Ansonsten  bleibt lediglich ein Neukauf.

Shure Funksysteme im Detail 

  • UT – lediglich die Versionen VU (863,075 MHz), VW (863,625 MHz) und VX (864,850 MHz) können weiterhin anmeldefrei betrieben werden
  • PG – Performance Gear Wireless  
    • R10 (800 – 814 MHz) kein anmeldefreier Betrieb mehr möglich
    • T10 (854 – 865 MHz) kann auf den Kanälen 4, 5, 9 und 10 anmeldefrei betrieben werden (maximal drei Kanäle gleichzeitig)
  • PGX  
    • R1 (800 – 820 MHz) kein anmeldefreier Betrieb mehr möglich
    • T1 (846 – 865 MHz) kann in Gruppe 2 (21, 22, 23) anmeldefrei genutzt werden
  • SLX  
    • R5 (800 – 820 MHz) kein anmeldefreier Betrieb mehr möglich
    • S6 (838 – 865 MHz) kann in Gruppe 10 anmeldefrei genutzt werden
  • PSM 200  
    • R8 (800 – 814 MHz) kein anmeldefreier Betrieb mehr möglich
    • S6 (842 – 865 MHz) kann auf den Kanälen 5, 6, 7 und 8 anmeldefrei betrieben werden (maximal drei Kanäle gleichzeitig)

Zur Vollständigkeit: Aktuelle Funksysteme wie BLX* und GLX-D wurden  nicht in den „alten anmeldefreien Bereichen“ angeboten und sind deshalb  nicht von der Umstellung der VVnöml betroffen.

Detaillierte Frequenzlisten stehen zum Download parat.

Jürgen Schwörer

Jürgen ist seit 2000 Applications-Engineer bei Shure und damit Ansprechpartner für alle technischen Fragen insbesondere über die Anwendung von Mikrofonen, Funkmikrofonen und In-Ear-Monitoring – aber auch Mischer, Konferenzanlagen und Phono-Nadeln. Durch sein Elektrotechnik Studium „Bild- und Tontechnik“ an der Universität Karlsruhe erlangte Jürgen die theoretischen Grundlagen. Jürgen ist aber selbst Musiker (Klavier/Keyboard, Gitarre, Cajon) und kennt die Branche auch von der aktiven Seite auf der Bühne.