Großartig klingende AV-Systeme kostengünstig konzipieren

Großartig klingende AV-Systeme kostengünstig konzipieren

Jessica Sirkin | August 29, 2017

Großartig klingende AV-Systeme kostengünstig konzipieren

Theoretisch möchten  Entscheidungsträger gern die “neuesten und besten” Audioprodukte zum  Einsatz bringen. Für Systemintegratoren stellt sich die Realität jedoch  oft äußerst ernüchternd dar, sobald der tatsächliche Entwicklungs- und  Implementierungsaufwand mit einem begrenzten Kundenbudget in Einklang  gebracht werden muss. Und oft müssen Integratoren, Planer und  AV/IT-Experten sehr behutsam vorgehen, wollen sie den Verantwortlichen  eine höherpreisige Hightech-Lösung vorschlagen. Mit dem Wissen darum,  welch wichtige Rolle Qualität und Langlebigkeit eines Produktes spielen,  unternimmt der AV-Experte eine Gratwanderung zwischen der  Sicherstellung der bestmöglichen Klangqualität und dem Druck, die  vorgegebenen Etatgrenzen einhalten zu müssen.

Der Balanceakt zwischen Qualität und Budget wird umso schwieriger,  wenn man es mit kleinen oder ungewöhnlichen Grundrissen, problematischen  architektonischen Gegebenheiten oder einer unvorteilhaften Akustik zu  tun hat. Umfasst die Konzeption außerdem mehrere verschiedene Räume,  genießen die Vorstandsetage und die prestigeträchtigeren Räumlichkeiten  meist Priorität gegenüber den kleineren Flächen, trotz deren  eigentlicher Funktion als AV-Raum.

Warum die AV-Technik bei Unternehmen und Hochschulen oft unterfinanziert ist

Jonathan Sage ist Audio and  Technology Services Supervisor am Boston College. Sages Spezialgebiet  ist die Konzeption und Installation von Audiosystemen in  Hochschulräumlichkeiten mit schwierigsten Bedingungen. Für die letzten  Jahre sieht Sage eine Veränderung im Bezug auf die Beantragung von  Mitteln für neue Audio-Ausstattung. Dadurch, dass die Etatplanung durch  Gremien erfolgt, ist die Zuweisung von Finanzmitteln strenger reguliert,  was die Flexibilität bei Neuanschaffungen stark einschränkt. “Der  Ausschuss stellt immer zu wenig Geld für AV-Technik bereit,” moniert  Sage, “und es ist auch immer der erste Bereich, in dem gekürzt wird.”  Bei der Planung neuer Systeme spreche er mit Herstellern über den Bedarf  und den dafür vorhandenen Geldbetrag, und hier gebe es keine  Übereinstimmung.

Laut Sage liegen die Gründe für die Budgetbegrenzungen zum Teil auch  im fehlenden technischen Fachwissen von Entscheidungsträgern, die keine  direkte Praxiserfahrung mit AV-Technik besitzen. “Finanzplaner wissen  nicht, was AV-Produkte kosten. Bei Technik denken viele an Zauberei.”,  so Sage. Das bedeutet, dass er jeden Cent, den er in die  Audio-Ausstattung auf dem Campus steckt, rechtfertigen und den Ausschuss  davon überzeugen muss, dass sein Plan die bestmögliche Investition  darstellt, während die Entscheider auf kostengünstigere Optionen  drängen. “Es ist auch ein Kampf der Mentalitäten. Die Leute stellen beim  Preisvergleich die vielschichtige Audiotechnik einem simplen Autoradio  gegenüber”, erklärt Sage.

Im Unternehmensumfeld tätige Integratoren und Planer sehen sich oft  mit den gleichen Herausforderungen konfrontiert wie Sage im  Bildungsbereich. Eric Bateman, Verkaufsleiter bei der kalifornischen  Vertriebsgesellschaft PCM Marketing, beschreibt den  “Preisschild-Schock”, den Firmenentscheider beim Blick auf die  vorläufige Projektplanung erleiden, wenn diese den erwarteten  Kostenrahmen übersteigt. Laut Bateman wissen viele Firmenkunden den Wert  von erstklassiger Audioqualität erst dann zu schätzen, wenn sie am  eigenen Leib erfahren haben, wie negativ sich schlechte Audioqualität  auf die Produktivität auswirkt.

Obwohl große Unternehmen meist über ein höheres Budget für  Audiotechnik verfügen als Hochschulen oder mittelständische Unternehmen,  gibt es doch allerorten AV-Räume, deren Budget nicht für teure  Audiolösungen ausreicht. Für Integratoren, die versuchen auch in kleinen  und mittelgroßen Konferenzräumen und Huddle Rooms hochwertige  Audiolösungen umzusetzen, wird dies zu einer immer größeren  Herausforderung.

P300-IMX als Audiolösung für Huddle Rooms

Huddle Rooms sind kleine  Konferenzräume, die üblicherweise für 2–6 Teilnehmer ausgelegt sind.  Auch kleinere Büros, wie sie bei Firmen früher gang und gäbe waren,  werden heute zunehmend für Teamarbeit und Konferenzen genutzt. Offene  Grundrisse fördern einen natürlicheren Austausch und Arbeitsfluss, aber  wegen der damit verbundenen akustischen Herausforderungen finden  Konferenzschaltungen meist in kleineren Räumen statt. Jedoch führt das  Bestreben, im Hauptarbeitsbereich Stimmenüberlagerung und  Hintergrundgeräusche zu reduzieren, nicht selten dazu, dass die Huddle  Rooms in der Gesamtplanung unter Kosteneinsparungen leiden.

“Es geht einzig und allein um den verfügbaren Kostenrahmen für diese  kleineren Räume, deren Budget sehr gering bemessen ist.”, wie Bateman  anmerkt. Sein Ziel bei der Arbeit mit diesen kleinen Flächen besteht  darin, “dieses Budget zu strecken”. Laut Bateman gab es “für diese  kleineren Räume bisher noch keine gute DSP- Lösung im mittleren Segment,  die Premium-Audioqualität liefert.”

Troy Jensen, Senior Market Development Specialist bei Shure, ist  überzeugt, dass der P300-IMX eine Antwort für dieses Problem darstellen  kann. “Er liegt preislich niedriger als jede andere DSP-Lösung mit  akustischer Echokompensation”, so Jensen. Wie ist der geringe Preis bei  so hoher Klangqualität möglich? Das Geheimnis liegt in der Bauweise des  Geräts.

Shure hat den P300 IntelliMix® Audio Conferencing  Processor entwickelt, um eine leistungsfähige und preiswerte Lösung für  besondere Räume, darunter auch kleine und mittelgroße Konferenzräume,  anzubieten. Integratoren müssen sich nun nicht mehr zwischen Qualität  und Budget entscheiden und können zudem heikle Gesprächssituationen  vermeiden, wenn sie Entscheidern eine Audiolösung präsentieren.

Der P300-IMX ist ein Dante-fähiger DSP mit halber Rack-Breite.  Digitale Audiosignale werden über Ethernet und Standard-Internetkabel  und -buchsen übertragen. Das Gerät verfügt auch über USB In und Out,  analoge Audio-Eingänge und -Ausgänge sowie einen Telefonanschluss.  Letzterer erlaubt über eine 3,5-mm-Klinke die Verbindung zu  Mobilgeräten. Die Ausstattung umfasst zehn Dante-Eingänge, acht mit  akustischer Echokompensation, eine Störgeräuschunterdrückung und  Audio-Steuerung. Der P300-IMX ist für kleine bis mittelgroße Räume  konzipiert und kann unter einem gewöhnlichen Konferenztisch montiert  werden. Außerdem ist er mit seiner stabilen Bauweise für digitale  Signalverarbeitung vorkonfiguriert und optimiert.

P300-IMX als Lösung mit fester Architektur

Am Boston College nutzt Sage  einen Mix aus DSPs mit fester und offener Architektur, ist aber der  Ansicht, dass eine feste Architektur für Räume, die einen kompakten aber  leistungsfähigen DSP benötigen, klare Vorteile bringt. Er erklärt, dass  er mit einer festen Architektur “ ein Programm kreieren kann, das  sofort betriebsbereit ist”. Das vielversprechende Feature der festen  Architektur ist seiner Meinung nach die leichte Bedienbarkeit und  Anpassbarkeit. Als Leiter eines Programms, dessen Team größtenteils aus  Studierenden ohne fundierte technische Kenntnisse besteht, sieht Sage  den Vorteil dieser Art von DSP in den geringeren Ausfallzeiten bei  Problemen im System.

Der P300-IMX ist nicht nur als effektiver Audio-Prozessor konzipiert,  er soll dem Nutzer auch Geld- und Zeitersparnis bringen. Ermöglicht  wird all dies durch die straffe, intuitive Signalkette, die für die  höchste Audioqualität vorkonfiguriert ist.
 

Criss Niemann, Senior Market Development Specialist bei Shure 

Die feste Architektur des P300-IMX erlaubt es Programmierern, ein  System innerhalb kürzester Zeit einzurichten. Während andere DSPs  umfangreiche Programmierung und Konfiguration erfordern, bringt ein  System aus MXA310 Tisch-Mikrofonarry und P300-IMX eine Zeitersparnis von  etlichen Stunden und somit eine Senkung der Implementierungskosten. Die  Programmierung von digitalen Signalprozessoren mit offener Architektur  kann umfangreiche Entwicklungsarbeit an Front- und Back-End und viele  Stunden bei der Inbetriebnahme zur Pegel- und Konfigurationsanpassung  erfordern, was die Kosten weiter erhöht. Wie Niemann betont, bietet die  feste Architektur einen optimierten Audiosignalweg, und die  Betriebsbereitschaft ist eine Sache von Minuten, wenn nicht gar  Sekunden, was eine direkte Kostenersparnis für das gesamte Projekt  bedeutet.

Was Bateman besonders begeistert, ist das Potential des P300-IMX für  seine Firmenkunden, die bisher aufgrund von kostensparenden  Audiolösungen in ihren Huddle Rooms und kleinen Konferenzräumen  Effizienzverluste hinnehmen mussten. “Diese Firmen wollen Standards. Sie  möchten die Tonqualität in diesen Huddle Rooms verbessern und wir  liefern ihnen nun eine Lösung, die dies erreicht und dabei innerhalb des  gesteckten Kostenrahmens bleibt.”

Unabhängig vom jeweiligen Einsatzbereich stehen Integratoren, Planern  und IT-Techniker allesamt vor der gleichen Herausforderung: nämlich die  qualitativ beste Lösung anzubieten und gleichzeitig die Kostenvorgaben  ihrer Kunden einzuhalten. Die Trendentwicklung hin zu veränderter  Nutzung von Räumen und neuen Formen der Zusammenarbeit verlangt nach  kostengünstigen Lösungen für Konferenztechnik mit bestmöglicher  Audioqualität. Mit dem P300-IMX erweitert Shure sein bewährtes  Konferenztechnik-Portfolio um eine technisch anspruchsvolle Architektur,  die das Produkt auch bei strenger Budgetierung erschwinglich macht.

Jessica Sirkin

Jessica Sirkin is a freelance writer and editor. She has previously written for publications such as SearchOracle.com, SearchSQLServer.com, and SAP Professional Journal. She shares her office with a mischievous pet rabbit and lots of books. In her free time, she writes science fiction. Follow her on Twitter @jessica.sirkin.